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Was ist der Perspektivenwechsel

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass der Perspektivenwechsel dir gerade guttun kann?

Oft ist man sehr eingefahren in den Alltag und wird «betriebsblind». Du nimmst viele positive Dinge einfach nicht mehr wahr. Es fühlt sich für dich alles festgefahren an. Gerade wenn du deine innere Stimme sagen hörst: «War es das jetzt?», oder «Es ist doch immer wieder das Gleiche». Die Sorgen und Probleme haben dich gerade fest in der Hand und das positive Denken fällt dir gerade extrem schwer.

Der Perspektivenwechsel ist daher eine gute Übung für mehr Achtsamkeit. Für mehr im Hier und Jetzt zu sein. Er hilft dir, gelassener zu werden und dein negatives Denken zu lindern.

Wie kann man sich den Perspektivenwechsel vorstellen? Für diese Übung würde ich Post-Its empfehlen. Da du dann auf jedes Einzelne etwas schreiben kannst. Genauso ist es wichtig, sich aktiv die Zeit dafür zu nehmen. Am besten geht es erst einmal in einer leisen, ruhigen Umgebung und wenn du alleine bist.
Je weniger Ablenkung da ist, umso besser. Leg dein Smartphone am besten in einen anderen Raum und schalte es stumm. Du riegelst dich sozusagen hermetisch ab.

Wenn du dich selbst von oben betrachten würdest, zum Beispiel als ein Vogel oder eine Möwe, was sind aktuell deine Probleme? Lass dich darauf ein, komplett aus dir heraus zu gehen und dich selbst von oben zu betrachten.

  • Was für Probleme hast du gerade?
  • Was lässt dich einfach nicht los?
  • Welche Gedanken kreisen immer wieder in deinem Kopf?

Je genauer du hier für dich notierst, was das Problem ist, umso einfacher lässt es sich lösen. Ein Beispiel: «Ich fühle mich nicht gut» ist zwar erst einmal sehr allgemein gehalten, überlege dir das «Warum?»
«Ich schlafe schlecht», «Ständig streiten wir uns» oder «Ich ernähre mich zurzeit gar nicht gut» sind wesentlich genauer, um später leichter an der Problemlösung zu arbeiten.

Sammle hier ein paar Punkte, beschreibe die Rückseite des Post-Its vielleicht genauer, was du damit gemeint hast.

Kommuniziere mit jemandem, dem du vertraust als Außenstehenden über deine Probleme, denn Menschen von außen haben natürlich schon vorweg die Vogelperspektive, um mit verschiedenen Impulsen helfen zu können. Ein Coach hat hier den Vorteil, dass er mit gelernten Methoden helfen kann und aktiv gemeinsam an Lösungsansätzen arbeitet. Er gibt dir normalerweise keine Ratschläge, wie Freunde es tun würden, sondern hilft dir, es selbst zu lösen.

Denn nur, wer sich seiner Probleme auch bewusst ist, kann sie aktiv verändern. Hier spielt auch viel deine Selbstwirksamkeit mit rein. Möchtest du denn aus deinem tiefen Inneren heraus etwas verändern? Ich gehe stark davon aus, sonst würdest du diesen Artikel hier sonst nicht lesen. Deine Selbstwirksamkeit macht nämlich einen Großteil der Problemlösung aus! Es heißt ja auch «Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus». Nur wenn du im Inneren bereit bist für Veränderungen, wird sich tatsächlich etwas verändern.

Die Problemlösung kann dann zum Beispiel sein, wenn du dich wirklich besser ernähren willst, dich aktiv mit der Ernährung zu beschäftigen. Vielleicht Kochbücher zu besorgen oder diverse Food-Blogs dazu lesen und das entsprechend nachkochen.

Wenn du schlecht schläfst, solltest du vielleicht in der letzten Stunde vor dem Schlafen sämtliche Medien ausschalten und mal ein Buch lesen. Oder deine Gedanken zu Papier bringen. Vielleicht kannst du dir ein neues Kissen kaufen, um deinen Schlaf zu verbessern, oder du kannst es mit Lavendeltee oder Öl vor dem Schlafengehen probieren.

Wenn du immer wieder in ein Gedankenkarussell strudelst, und dabei negative Gedanken aufkommen, hilft ein lautes «STOP, Nein. Ich will das jetzt nicht» Ich spreche aus eigener Erfahrung, denn diese kleine Übung war für mich sehr wirksam.

Die Möglichkeiten, um deine Probleme zu lösen, sind so vielfältig und individuell wie du selbst. Und dafür gibt es niemals ein Patentrezept. Es bedarf der Sicht auf deine Situation und dein Inneres.


Es hilft übrigens sehr, mindestens 20 Minuten spazieren zu gehen. Zum einen hilft es natürlich dem Herz-Kreislaufsystem, zum anderen wird das Glückshormon Serotonin ausgeschüttet. Deine Stimmung wird besser, und du wirst deine Konzentration und Regulation steigern.
Das kannst du hier nochmal genauer nachlesen: https://www.mpg.de/17194664/0714-bild-pm-2021-july-149835-x
Der Vorteil ist, dass du durch das Hinausgehen deinen Kopf klären kannst, und automatisch den Perspektivenwechsel einnimmst, denn du bist ja räumlich von Job und zu Hause getrennt. Die frische Luft, der Umgebungswechsel sorgt dann automatisch dafür, dass dir deine Probleme gar nicht mehr so groß wirken.

Probiere es aus, um deine Themen oder Probleme zu lösen, kann der Perspektivenwechsel dich dabei sehr gut unterstützen.

 

 


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