Warum ist Selbstreflexion so wichtig?

Heute ein Artikel zum Thema “Wieso ist Selbstreflexion so wichtig?”

Meine liebe Kollegin liest meinen Blog witzigerweise gerne mit, und mag den Artikel zum positiven Mindset so gut (danke *.* )

Aber wie kommts jetzt hierzu?

Ich habe heute mit unser neuen Auszubildenden die Aufgabe gegeben das gelernte, gesprochene oder getane mal aufzuschreiben. Ganz ohne Chronologie. Punktuell. Damit Sie lernt, sich selbst zu reflektieren. Was lief gut, was nicht, wo hat sie denn noch fragen? Immerhin überhäuft Sie der Input aller Mitarbeiterinnen und jeder erzählt ihr irgendwas, zu irgendeinem Thema. Und alles scheint soooo wichtig ( Ist es ja auch, wissen alle “alten Hasen”)

Da sahen mich ganz große Augen an. Natürlich, die Frage ist erst mal gewesen

“Warum macht man das?” Ich stockte kurz und überlegte….

Für mich ist das an sich nichts mehr neues – sich über sich selbst mal Gedanken zu machen.

Das ganze kommt mit dem Mindsetting einher ( Blogartikel -> zum positiven Mindset )
Da ich mir sehr gerne Podcasts, diverse Artikel und auch schon das ein oder andere online Festival (Corona sei Dank 😀 ) angeschaut habe, habe ich für mich natürlich erkannt. Wieso macht man das?

 

Na für mich selbst ! 

 

Verplempert man nicht seine Zeit? Nein, niemals. Auch wenn man nur da sitzt und erst mal darüber nachdenkt. Weil – alles was an Erkenntnis, zukünftiger Handlung daraus resultiert ist doch für mich selbst nur von Vorteil.

 

  • Ich beschäftige mich mit mir selbst!

  • Ich lerne daraus

  • Ich werde besser

  • Ich kann mit ähnlichen Situationen später viel besser umgehen

 

Also sollte sie diese Liste erst mal schreiben. Später besprechen wir gemeinsam den Text.
Richtig oder Falsch gibt es hier nicht. Es geht auch für mich darum, habe ICH ihr die Dinge richtig erklärt.

Im Fachdenken sind wir teilweise schon so tief drin, dass wir uns verheddern in “theoretisch, zahnmedizinsichem Blabla” was Sie am zweiten Tag nicht versteht.

Ich merke Sie hat die Aufgabe verstanden. Ich will das regelmässig durchziehen….

Sie fängt ja gerade an, Blutjung. Schauend ob der Job überhaupt etwas für Sie ist, man will Azubis nicht über – aber auch nicht unterfordern. Aber es ist wichtig Sie abzuholen und mitzunehmen.

Sie richtet mir eine kleine Behandlung, ich erkläre die ersten Steps am PC, wir gehen kurz Datenschutz etc. schon mal durch. Das reicht – für heute.

Es vertieft sich das Wissen mit der Zeit. Immerhin kenne ich Ihren Kenntnisstand jetzt nicht in Bezug auf den Rest, abwarten.

Jedenfalls war das für mich ein Thema, was heute noch verbloggt werden muss. ( In diesem Moment suche ich hastig Stift und Zettel in der Behandlung – den mein Mann wir Gedankenübertragenderweise sofort reicht, er ahnt es schon)

 

Wir alle sollten uns dafür viel mehr Zeit nehmen und mal genau überlegen

  • War die Aussage heute gut?
  • Habe ich über die Stränge geschlagen?
  • War ich zuwenig aktiv heute?
  • War das ein oder andere Gespräch heute gut?
  • Wieso reagierte A oder B heute so? Habe ich vielleicht etwas falsches gesagt?
  • Was war für mich heute grandios?
  • Was war heute für mich am schlimmsten?
  • Wie gehe ich das nächste mal damit um?

 

Soziale und Emotionale Intelligenz ist so schwer beizubringen und zu lernen. Ich würde von mir selbst behaupten, dass ich dass schon teilweise sehr gut kann. Und auch merke, spüre oder fühle.

Manchmal kann ich es nur nicht greifen “warum, wieso, weshalb” oder “was ich daraus mache”. Ich glaube das ist in der Selbstreflexion ein ganz langer Lernprozess.

Wenn wir schreiben ist es noch SCHLIMMER. Weil hier fehlt komplett jede Emotion.
War meine Nachricht ans Team heute nicht doch etwas hart im ersten Moment? Mir kommt es so vor, auf Nachfrage winken die ab – alles gut.

Das nächste mal ist es dann anders – es war meinerseits nicht schlimm – aber die Mädels reagieren danach etwas seltsam.
Auf Nachfrage hin geben Sie zu, dass Sie das auch wirklich verletzt hat. Oha, das war doch gar nicht so gemeint? Aber ein persönliches Gespräch klärt das dann auch wieder. Gut so. Ich mag mit niemandem wirklich Ärger haben…  So unterschiedlich können diese Reaktionen dann aber ausfallen.

Und ich will doch lernen, warum das so ist. Wie ich es “Anders beschreibe” anders “umschreibe” oder manchmal auch “direkter” geht, ohne das jemand sich emotional angegriffen fühlt.

 

Und ich bin überzeugt das geht.

 

Liegt es an den Typen mit denen man arbeitet? Also es gibt ja diverse Persönlichkeitstypen, die Dinge sehr stark unterschiedlich auffassen. Ist es die Tagesform? Ist es das Wetter? Ich kanns manchmal auch nicht deuten. Aber es beschäftigt mich innerlich sehr.

Man merkt mein kleines Gehirn hirnt darüber, mehrfach und teilweise bis in die Nacht. Die perfekte Lösung. Dieser Mindfuck… der macht mir mein Leben manchmal wirklich schwer.

Ich bin überzeugt Selbstreflexion ist wichtig um mit den Menschen in meinem Umfeld gut umzugehen.
Schliesslich will ich so mit Ihnen umgehen, wie Sie mit mir umgehen sollen.

 

Nämlich Gut, Respektvoll und Ehrlich

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